03/2010 - Erweiterung des Einsatzgebietes

Im Jahr 2009 wurde das Einsatzgebiet der FF Wildsachsen auf die BAB 3, zwischen der Raststätte Medenbach Ost und der Anschlussstelle Niedernhausen in nördlicher Fahrtrichtung, erweitert. Kurz vor Ende der "Probezeit" (die auf ein Jahr festgelegt war) kann eine sehr positive Bilanz gezogen werden.

In den letzten 11 Monaten fuhr die FF Wildsachsen zu insgesamt 9 Einsätzen auf die BAB 3 und war immer als erstes, bzw. als eines der ersten Fahrzeuge vor Ort. Dadurch konnte sehr schnell mit der Erkundung der Lage, mit Absicherungs- und Einsatzmaßnahmen begonnen werden, bis weitere Kräfte eintrafen.

10/2010 - Abnahme der Jugendflamme

Am 30. Oktober war die mit Spannung erwartete Abnahme der Jugendflamme für 16 Jugendfeuerwehrmitglieder.

Die Jugendlichen mussten 11 Aufgaben erledigen, die nach dem Schulnotensystem bewertet wurden. Darunter war unter anderem das Absetzen eines Notrufes, Knoten, Schlauchkunde (theoretisch und praktisch), das Anschliessen eines Standrohres, u.v.m.

Die Abnahme dauerte von 9:30 Uhr morgens bis um ca. 17:00 Uhr nachmittags. Mittags gab es zur Stärkung Fleischwurst mit Brötchen. Einige JFler mussten allerdings zum Fußball und hatten noch nicht alle Aufgaben erledigen können. Die Nachprüfung erfolgte in einem der nächsten regulären Dienstabende.

Alle Prüflinge haben die Jugendflamme in Bronze geschafft und können mit Recht stolz auf sich sein!!!

Hier fehlen leider schon die Fussballer.

05/2011 - Staatsminister Michael Boddenberg in Wildsachsen

Herr Staatsminister Michael Boddenberg (Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund) stattete der Feuerwehr Wildsachsen einen Besuch ab, um über die geplante Einführung eines "Feuerwehrführerscheines" zu diskutieren.

Als Gesprächspartner vor Ort waren 5 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildsachsen, 3 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lorsbach, 2 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Diedenbergen, Erster Stadtrat Wolfgang Exner sowie Stadtbrandinspektor der Stadt Hohfeim und Vizepräsident des Hessischen Landesfeuerwehrverbandes Wolfgang Reinhardt.

Durch die am 7. April 2011 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, dem der Bundesrat voraussichtlich am 27. Mai 2011 zustimmen wird, wird u. a. die Hessische Landesregierung ermächtigt, den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, der ehrenamtlich im Rettungsdienst, in den Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes sowie beim Technischen Hilfswerk Tätigen Fahrberechtigungen zu erteilen.

Damit dürfen die Inhaber eines PKW-Führerscheins, die die modernen Einsatzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t bis zu 7,5 t (auch mit Anhänger) aufgrund EU-Recht seit 1999 nicht mehr fahren durften – nach einer internen Fahrberechtigungsausbildung und –prüfung anstelle einer zeitaufwändigen und kosten-intensiven Fahrschulausbildung – diese Fahrzeuge nunmehr führen.

Durch die Einführung des sogenannten Feuerwehrführerscheins werden die Voraussetzungen für zukunftsweisende, praxisnahe, unbürokratische und kostengünstige Maßnahmen geschaffen, damit die Freiwilligen Feuerwehren und die vorgenannten Organisationen ihre Nachwuchsprobleme bewältigen können, indem auch in Zukunft ausreichend Fahrerinnen und Fahrer vorgehalten werden. Gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft geleistet.

Der Besuch fand in sehr angenehmer Atmosphäre statt und Herr Boddenberg informierte sich auch über allgemeine Themen, die den freiwilligen Feuerwehren am Herzen liegen.

Alles in Allem kann man eine sehr positive Bilanz aus dem Besuch ziehen und auch erkennen, dass das Feuerwehrwesen (und damit der Schutz der Bevölkerung) in Hessen einen sehr hohen Stellenwert hat.

02/2012 - Keine Staubfänger als Jubiläumsgeschenk!

Hurra! Ein Jubiläum wird gefeiert, und dann auch noch so ein rundes, da sind wir mal gespannt, was wir da als Gastgeschenk mitnehmen können. Das mag sich so mancher geladene Gast auf dem Festkommers letzten August gefragt haben.

Andenken, die mitgenommen werden konnten, gab es im letzten Jahr zur 100-Jahrfeier aber keine. Stattdessen gab es das Versprechen, anstatt irgendwelche Staubfänger an die Gäste zu verteilen, wird das Geld sinnvoll und im Wohle der Allgemeinheit ausgegeben.

Die Wahl, wo das Geld gut untergebracht ist, viel nicht schwer. Die glücklichen Empfänger der eintausend Euro sind die "Hilfe für Helfer" des Main-Taunus-Kreises. 


Warum "Hilfe für Helfer"?
Auch Einsatzkräfte sind nur ganz normale Menschen. Ihren Körper können Feuerwehrleute recht gut durch Schutzausrüstung und Technik schützen, aber die Seele nicht. Aber genau die ist es, die bei belastenden Einsätzen in Mitleidenschaft gezogen wird. Dann ist Hilfe gefragt, und zwar Hilfe, die die Betroffenen unterstützt mit einer traumatisierenden Situation umzugehen.

Hilfe für Helfer bietet genau diese Hilfe an. Die derzeit sechs ehrenamtlichen "Helfershelfer" rund um Stephan Racky, die sich im Rahmen der PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) genau auf die Betreuung von Rettungskräften spezialisiert haben sind ein wichtiger Baustein einer gesamtheitlichen Einsatzbearbeitung. An der Einsatzstelle funktionieren die Rettungskräfte, aber wenn später, zuhause, die Ruhe einkehrt und das Erlebte noch einmal reflektiert wird, kann es zu einem Einbruch kommen. Und dann ist es gut zu wissen, dass man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann.

Wir freuen uns sehr, dass wir für diese sicherlich nicht einfache Arbeit der PSNV, einen kleinen Beitrag leisten konnten.

   
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